Felix Baumgartner – ein Held?

Grandios, oder? Felix Baumgartner springt aus 39 km Höhe aus einer Kapsel und landet ein paar Minuten später wieder sicher auf den Beinen. Der Österreicher hat sich damit unsterblich gemacht, nicht nur für die Netzgemeinde die gestern den 43-Jährigen wie ein überländischen Nationalheld gefeiert haben. Über 8.000.000 Zuschauer haben alleine bei YouTube sich den Aufstieg und den kurzen Fall angesehen, zahlreiche Zuschauer folgten auch noch der Live-Berichterstattung auf N-TV, servusTV oder blieben einfach via twitter und facebook auf dem Laufenden. Felix Baumgartner twitterte sogar noch aus der Kapsel und stellte später auf seiner Facebook Seite noch eine Videobotschaft, dass er Müde sei – aber glücklich!

Über 2 Stunden dauerte der Aufstieg, dann wurde es spannend. Klappt alles wie abgesprochen, funktioniert alles wie geplant, wird alles gut gehen? Was wäre passiert wenn nicht? Hätte der Getränkehersteller Red Bull dann seinen Werbeslogan ändern müssen? Es ist ja alles gut gegangen und darüber sind sicherlich nicht nur die Verwandten und Bekannte von Felix Baumgartner glücklich!

Gerne hätte ich nun geschrieben, dass Felix Baumgartner unter seinem Raumanzug ein Bandee getragen hat. Hat er aber nicht. Kurz nach der Landung holte er allerdings auch schon wieder sein iPhone aus der Tasche, ist Felix Baumgartner ein Digital Native? Ich glaube schon! Ich teile somit zwei Dinge mit Felix Baumgartner, wir beide nutzen ein iPhone und wir waren beide schon in New Mexico / USA.

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Für ihn ging alles gut, sein Sprung war nicht das Death End. Er ist nun der schnellste Mann im Himmel, nach den ersten Daten soll er Geschwindigkeiten über 1300 km/h erreicht haben, doch was bringt uns diese Erkenntnis? Wissenschaftlich gesehen bringt dieser aussergewöhnliche Stunt sicherlich kaum Verwertbares. Red-Bull hat Gerüchte zu Folge übrigens ca. 50 Millionen Euro in den Sprung investiert, mich hat es wahrlich gewundert, dass der Ballon, der ja über 2 Stunden im Bild war, nicht mit Werbung zugekleistert war.

Vermutlich hat der Getränkehersteller das nun auch gar nicht mehr nötig, denn Felix Baumgartner ist heute in aller Munde und wird es in der Zukunft auch wohl bleiben. Der Rekordjäger hat sich über 7 Monate auf diesen Sprung vorbereitet, kurz vor dem Start gab es noch Fleisch und Reis und dann ging es in den Schutzanzug ohne den dieser Stunt wahrlich nicht möglich gewesen wäre.

Mit einem Sprung hat Felix Baumgartner sich nun drei Weltrekorde gesichert, einen ließ er bei seinem Mentor und väterlichen Freund Joe Kittinger, den Rekord für den längsten freien Fall, den Baumgartner vermutlich ohne Probleme ebenfalls hätte knacken können.

Man muss nicht groß sein um groß zu sein, man muss nicht immer hoch hinaus um zu sehen das man eigentlich ganz klein ist, doch die Geschichte rund um Felix Baumgartner zeigt etwas ganz anderes: Man kann auch in 39 km Höhe auf dem Teppich bleiben und auch Red Bull übte sich in Zurückhaltung was das Marketing betrifft, ich werde positiv beim nächsten Getränkemarkt Besuch daran denken. Felix Baumgartner und Joe Kittinger haben es gestern geschafft Millionen vor den Mattscheiben zu fesseln, so ähnlich muss die erste Mondlandung abgelaufen sein, ein kleiner Schritt für Felix – ein großer für die Menschheit?

Viele dürften den Namen Felix Baumgartner nun zum ersten mal gehört haben, dabei steht er schon seit 1997 bei Red Bull als Base-Jumper unter Vertrag. Im Jahre 1999 sprang er vom 88. Stock der Petronas Towers (Kuala Lumpur), 2004 sprang er von der höchsten Brücke der Welt (Viaduc de Millau – 343 Meter) usw. – er hat also schon die ganze Welt gesehen, nun auch noch von ganz weit oben.

Ist Felix Baumgartner nun ein Held? Wie Superman ist er durch die Luft geflogen und hat sich dabei seinen Traum erfüllt. Wann ist man ein Held? Wenn man seine Visionen Wirklichkeit werden lässt, dann ist man für mich persönlich ein Held! Dieter Guldin hatte mit seinem Bandee auch eine Vision, hat diese Wirklichkeit werden lassen und hat dafür den begehrten red-dot Award gewonnen – jeder hat Visionen, Ziele und Träume, wer diese erreicht ist für mich ein Held – Felix Baumgartner zeigt, dass es kein Sinn mach aufzugeben bevor man seine Ziele erreicht. By the way, es muss nun nicht jeder aus 39 km Höhe abspringen, das wäre viel zu gefährlich, sucht euch eure eigenen Ziele und wenn ihr einen Begleiter braucht, nehmt das Bandee mit! Felix Baumgartner war unser Startschuss, wir wirden hier im Bandee-Blog nun Alltagshelden vorstellen, die springen sicherlich nicht aus der Höhe, aber für ihre Interessen gehen sie in die Vollen und setzen sich darüber hinaus auch noch für andere ein. Klingt spannend? Finde ich auch!

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